Über die KONTEC 2005*

Vom 20.-22. April 2005 fand in Berlin die KONTEC 2005 – 7. Internationales Symposium „Konditionierung radioaktiver Betriebs- und Stilllegungsabfälle“ einschließlich 7. Statusbericht des BMBF „Stillegung und Rückbau kerntechnischer Anlagen“ statt. Mit rund 590 Teilnehmern aus 18 Ländern zeigte die Veranstaltung das rege nationale und internationale Interesse an den Aufgaben bei der Stilllegung kerntechnischer Anlagen und der Konditionierung radioaktiver Betriebs- und Stilllegungsabfälle. Das von der Kontec GmbH und der Fachgruppe „Stilllegung“ der Kerntechnischen Gesellschaft organisierte Symposium hat sich nach der Startveranstaltung in 1993 auch mit den steigenden Teilnehmerzahlen fest etabliert. Die verstärkte Beteiligung internationaler Fachbeiträge an den einzelnen Schwerpunktthemen zeigt, dass der internationale Dialog ein wertvoller Baustein des Erfahrens- und Wissensaufbaus ist, dem die Nuclear Community bestens Rechnung trägt. Auch belegen die vielfältigen Fachbeiträge der KONTEC 2005, wie der Umgang mit Betriebs- und Stilllegungsabfällen als auch die Stilllegung kerntechnischer Anlagen selbst ein integraler, lösbarer Bestandteil der Aufgaben in der Kerntechnik sind. Zum zweiten Mal nach der KONTEC 2003 wurden die Vorhaben des FuE-Programms des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) „Stillegung und Rückbau kerntechnischer Anlagen“ (7. Statusbericht) des Projektträgers PtWT+E (Projektträger des BMBF und BMWA für Wassertechnologie und Entsorgung) vorgestellt.

In insgesamt 53 Plenarvorträgen und 26 Poster-Präsentationen wurden folgende Themen behandelt:

Eine begleitende Fachausstellung mit 26 Ausstellern rundete das Tagungsangebot für die 590 Teilnehmer aus 18 Ländern ab. Professor Friedrich-Wilhelm Bach (Universität Hannover – Institut für Werkstoffkunde) unterstrich in seiner Begrüßung zur KONTEC 2005 mit Blick auf den in Deutschland politisch von der Bundesregierung gewollten Ausstieg aus der Kernenergie die Notwendigkeit von Forschung und Entwicklung sowie Kompetenzerhaltung. Alle vier vorgenannten Plenarsitzungen wurden von thematisch angegliederten Postersessions begleitet. Im Rahmen dieser Postersessions wurden Forschungs-, Entwicklungs- und Arbeitsergebnisse in beeindruckender Weise präsentiert und das interessierte Fachpublikum hatte – manchmal intensiver, als bei Vortragspräsentationen möglich – ausgiebige Diskussionen angeregt.

* Auszug aus atw 50. Jg. (2005) Heft 10 - Oktober